#73 | Neue Versorgungspauschale, Vorhaltepauschale & Co. - Wenn Entlastung versprochen und Bürokratie geliefert wird
Shownotes
Im Zentrum des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes (GVSG) standen drei Reformelemente:
- die Entbudgetierung hausärztlicher Leistungen seit Oktober 2025,
- die Einführung einer Vorhaltepauschale ab Januar 2026,
- die neue Versorgungspauschale für ausgewählte chronisch erkrankte Patienten ab Juli 2026.
Der politische Anspruch war klar formuliert: bessere Vergütung hausärztlicher Leistungen, mehr Zeit für die Versorgung und weniger Bürokratie im Praxisalltag.
In der praktischen Umsetzung ergibt sich jedoch ein anderes Bild: Für die allermeisten Praxen bringen weder die neue „Chronikerpauschale light“ noch die Vorhaltepauschale eine spürbare Entlastung im Versorgungsalltag - und auch keine Verbesserung der Honorarsituation. Gleichzeitig steigt insbesondere mit der Versorgungspauschale der bürokratische Aufwand deutlich an – jedenfalls dann, wenn wir die Vorgaben konsequent umsetzen möchten.
Entscheidend bleibt daher das, was für uns ohnehin zählt: alle Diagnosen sauber erfassen und präzise abrechnen. Wer versucht, jeder neuen Regelung hinterherzulaufen, verliert schnell den Überblick.
Folge aufgenommen am 31.03.2026